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Innovative Wirtschaft

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands hat Sachsen Erfolgsgeschichten geschrieben.

Die frühzeitige Ausrichtung auf Zukunftsbranchen hat den Strukturwandel maßgeblich beschleunigt. Der Anteil der forschungs-, entwicklungs- und exportintensiven Zweige im verarbeitenden Gewerbe liegt in Sachsen deutlich über den ostdeutschen Durchschnittswerten und erreicht fast westdeutsches Niveau.

Die Wirtschaftskraft ist um nach der Jahrhundertwende über 20 % gestiegen. Mit 112,7 Milliarden Euro erbrachte Sachsen 2015 reichlich ein Drittel (34 %) des BIP aller neuen Länder (ohne Berlin).

Das Bruttoinlandsprodukt von Sachsen betrug im Jahr 2018 rund 126,4 Milliarden Euro. Damit ist es in den letzten 10 Jahren (2008: 94 Milliarden Euro) um etwa 35 % gestiegen und entspricht etwa 4 % des gesamtdeutschen BIP (3.386 Milliarden Euro).

Viele sächsische KMU haben sich bereits zu Hidden Champions entwickelt. Sie sind international wettbewerbsfähig und erfolgreich in neue Märkte im Ausland eingedrungen. Erzeugnisse »Made in Saxony« erfreuen sich weiterhin weltweit steigender Beliebtheit. 2018 betrugen die Exporte etwa 40,5 Milliarden Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 41,4 Milliarden Euro zurück. Der Anteil der Exporte am BIP betrug 2018 somit 32 %.

Die wirtschaftlichen Erfolge spiegeln sich auch im Arbeitsmarkt wider. Sachsen ist auf gutem Weg an die Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosenquote lag 2018 mit 6,0 % etwa 0,7 Prozentpunkte hinter dem Vorjahresergebnis zurück (6,7 %).

Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft. Der Mittelstand ist somit der wichtigste Arbeitsgeber und Ausbilder im Freistaat. Diese stark mittelständische Prägung spiegelt sich auch im FuE-Verhalten wider: vor allem die sächsischen Kleinunternehmen mit 10–49 Beschäftigten liegen deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt (17 % vs. 10 %). Die sächsischen Großunternehmen erreichen hingegen mit 26 % einen Wert unter dem Durchschnitt von 41 % für Gesamtdeutschland. Hinsichtlich der FuE-Aktivitäten liegen sächsische Unternehmen über dem bundesweiten Durchschnitt. Im Jahr 2017 führten in Sachsen 22 % aller Unternehmen FuE-Tätigkeiten aus, hochgerechnet etwa 3.150 Unternehmen. Besonders positiv ist der überdurchschnittlich hohe Anteil an Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivitäten (14 %). Hier erreicht Sachsen einen Wert, der den gesamtdeutschen Durchschnitt weit übertrifft. 

Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz – die sogenannte Innovationsintensität – war in der sächsischen Wirtschaft im Jahr 2017 niedriger (2,6 %) als im gesamtdeutschen Durchschnitt (3,1 %) und in übrigen Teilen Ostdeutschlands (2,8 %). Auch der Anteil der FuE-Ausgaben (1,1 %) am Umsatz weist eine Differenz zum gesamtdeutschen Durchschnitt auf (- 0,6 Prozentpunkten). Das liegt vor allem an der kleinteiligen Wirtschaftsstruktur. Der Anteil investiver Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter (z.B. Software, Patente, Lizenzen) lag mit 39 % um zehn Prozentpunkte höher als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Auch im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Ländern ist der Anteil deutlich höher. 

Der Umsatzanteil von Produktinnovationen befindet sich in Sachsen etwa 0,5 Prozentpunkte unter dem deutschen Durchschnitt. Der Abstand bei Marktneuheiten fällt dabei deutlich größer aus als bei Sortimentsneuheiten. Hinsichtlich des Kostensenkungsanteils, der auf Prozessinnovationen zurückzuführen ist, sowie des Umsatzanstieges durch Qualitätsverbesserungen hat Sachsen ebenso einen geringfügigen Abstand (0,6 bzw. 0,3 Prozentpunkte) gegenüber dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Marginalspalte

Innovationsverhalten der sächsischen Wirtschaft

Titelbild der Broschüre

Quelle: SMWA

Datenreport und Kurzanalyse der Forschungs- und Entwicklungspotenziale

Datenreport und Kuurzanalyse der Froschungs- und Entwicklungspotenziale

Quelle: EuroNorm

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    Quelle: SMWA

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